Maritime Infrastruktur
Typographie

Auf dem Bremer Kapitänstag fordert HHLA-Chefin Angela Titzrath einen stärkeren Zusammenhalt der deutschen Häfen im internationalen Wettbewerb und ein Ende des »Fingerhakelns«. Eine Kooperation in Wilhelmshaven muss aber auch nicht sein. Das sind neue Töne aus Hamburg – und das ausgerechnet in Bremen: Angela Titzrath, Chefin des Hamburger Terminalbetreibers HHLA, hat an Bremen und Hamburg appelliert, im internationalen Konkurrenzkampf stärker zusammenzuhalten.

Titzrath war Festrednerin auf dem 53. Kapitänstag im Bremer Rathaus, einer der traditionsreichsten Veranstaltungen in der Hansestadt an der Weser. Doch die seit neun Monaten an der Elbe amtierende HHLA-Chefin hat offenbar allen Grund zur Sorge: Deutschlands Häfen haben den Anschluss an die Spitze verloren, sagte sie unverblümt den rund 400 Gästen, die sich zu Mulligatawny-Suppe und Mumbai-Chicken-Curry in der Oberen Rathaushalle trafen. Nicht Bremen und Hamburg stünden zueinander im Wettbewerb, vielmehr hätten die deutschen Hafenstandorte ihre Konkurrenz im Ausland.
Deutschland sei zwar Exportweltmeister und die führende Wirtschaftsnation in Europa, doch »unsere Seehäfen haben in den letzten Jahren den Anschluss an die Spitze verloren«, so Titzrath. Als Beleg führte sie die jüngsten Umschlagzahlen an: Demnach hätten Rotterdam und Antwerpen weitere Marktanteile hinzugewonnen, während Hamburg, Bremen/Bremerhaven und auch Wilhelmshaven bestenfalls stagnierten oder Einbußen hinnehmen mussten. »Innerdeutsches Fingerhakeln sollten wir unterlassen. Es schwächt uns unnötig.«

 

Lesen Sie hier weiter: pdfHANSA_10_2017_Seite93_Hamburg_sucht_den_Schulterschluss.pdf

 

 

FacebookTwitterGoogle BookmarksLinkedinRSS FeedPinterest
Pin It