Schiffbau
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In der Ostsee wird das erste »echte« Testfeld für autonome Schifffahrt eröffnet. Das Interesse in der maritimen Industrie ist groß – allerdings weniger von Reedereien als von Zulieferern und Projektentwicklern.

Michael Meyer schreibt im HANSA International Maritime Journal – 154. Jahrgang – 2017 – Nr. 10: Einzelne Konzepte und Technologien für die künftig möglicherweise autonome Schifffahrt gibt es reichlich. Eindrucksvolle Animationen kursieren in der Branche. Doch gemein haben diese Projekte, dass sie zum allergrößten Teil noch auf den Servern der Entwickler liegen und einer Realisierung harren. In Finnland will man sich damit nicht zufrieden gegeben. Am Südwestzipfel des Landes sollen spätestens ab 2018 erste Testläufe mit Projekten der autonomen Schifffahrt durchgeführt werden. Bis zu sechs Wochen lang kann dann unter realen Bedingungen geprüft werden, ob und wie praxistauglich die Konzepte sind. Die Regierung in Helsinki unterstützt das Vorhaben explizit. »Die Förderung von Automation ist eine der Schlüsselstrategien der Regierung«, sagte Transport- und Kommunikationsministerin Anne Berner anlässlich der Eröffnung.

 

Das gesamte Areal wird mit einem Datennetz überzogen, um die Verbindung zwischen der Zentrale an Land und dem eingesetzten Schiff oder dem eingesetzten System zu ermöglichen. »Es wird verschiedene Knotenpunkte geben, wir werden modernste Satellitentechnologie einsetzen«, sagt Päivi Haikkola, einer der Verantwortlichen für das Projekt der HANSA. Betreiber des »Jaakonmeri«-Testfelds ist die finnische Organisation DIMECC, beziehungsweise die Initiative »One Sea«, ein Netzwerk aus über 2.000 Forschern und Entwicklern, mehr als 400 Organisationen, getragen von 69 Akteuren aus der Industrie. Dazu zählen unter anderem renommierte Unternehmen wie ABB, Cargotec, Rolls- Royce, Wärtsilä, die Werft Meyer Turku oder auch Ericsson und Tieto. Nach DIMECC- Angaben ist es das weltweit erste Testfeld dieser Art. Lesen Sie hier weiter: pdfHANSA_10_2017_Seite_-54_55_Die_Zukunft_startet_jetzt_-in_finnland.pdf

 

 

 

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