Nahrung aus dem Meer
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„Endspurt“ für die meisten Fischarten - Die Ressource Fisch, mit all ihrer lebenswichtigen Relevanz für uns Menschen, unsere Ernährung, Geschichte und Kultur, wird schon seit Generationen von uns in einem Maße ausgebeutet, das nicht durch natürliche Regeneration gedeckt wird. Auch in modernen Industrienationen sind die Folgen oft drastisch: Als beispielsweise die Kabeljaubestände vor Neufundland Anfang der 1990er Jahre aufgrund von Überfischung zusammenbrachen, verloren etwa 40.000 Menschen allein an der kanadischen Ostküste ihre Arbeit und Lebensgrundlage. 

Das umfassende langjährige „The Sea Around Us“- Projekt der Wissenschaftler um Daniel Pauly und Dirk Zeller an der Universität von British Columbia legt seit 1999 die Daten nationaler Fischereistatistiken und der Food and Agriculture Organization (FAO) der Vereinten Nationen erstmals in historischer Perspektive global zusammen. Die resultierende, ernüchternde Bilanz wird auch von weiteren Daten gestützt.
So lässt sich anhand der jeweils üblichen Speisefische über die vergangenen Jahrzehnte erkennen, dass wir Menschen mittlerweile Vieles essen, was früher nur „Beifang“ gewesen wäre – bis hin zur Proteinnutzung aus Quallen. Wir fangen unseren beliebtesten – und deshalb ohnehin immer selteneren – Speisefischen auch zunehmend deren Beute zum eigenen Verzehr weg. Dieses Phänomen bezeichnet man als „fishing down the food-web“.

Mehr dazu lesen Sie hier in dem Artikel von Moritz Brake im MarineForum 11-2017.