Schiffbau
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Blockchain soll digitale Geschäftsprozesse in der Schifffahrt sicher machen und so die Digitalisierung der Branche erst richtig voranbringen. Aus einem abstrakten Konzept wird
nun Realität, verschiedene Akteure probieren die Technologie erfolgreich aus. Felix Selzer berichtet im HANSA International Maritime Journal – 155. Jahrgang – 2018 – Nr. 11.
Big-Data-Systeme können Monitoring und Flottenbetrieb erleichtern. Potentiale können auf der Kosten- und der Ertragsseite sowie bei Leertransporten und in der Zusammenarbeit mit Spediteuren gehoben werden. Allein eine Verringerung der Prozess- und Dokumentationskosten, auf die ca. 20% der Transportkosten entfallen, hätte große Auswirkungen.


Das geht über digitale Plattformlösungen, der Austausch und die Bearbeitung der Daten muss aber effizient und manipulationssicher funktionieren. Hier kommt die Clockchain-Technologie ins Spiel. Vereinfacht gesagt sind in jedem Datensatz (Block) der Blockchain auch Informationen des vorhergehenden Datensatzes gespeichert, die Blöcke werden kryptografisch miteinander verkettet.

So wird Transaktionssicherheit gewährleistet, eine Manipulation hätte Inkonsistenzen in späteren Berechnungen zur Folge und würde somit auffallen. Auch in dezentralen Systemen kann damit sicher an den gleichen Datensätzen gearbeitet werden. In der Schifffahrt sind 2018 die ersten Blockchain-Projekte erfolgreich gestartet worden – in ganz verschiedenen Bereichen. Maersk hatte sich Anfang des Jahres mit IBM zusammengetan und Trade- Lens entwickelt. Die Blockchain-Lösung adressiert viele der kostspieligen, manuellen und ineffizienten Prozesse, die sich auf den weltweiten Güterverkehr und globale Lieferketten auswirken.

Ziel ist eine höhere Transparenz und Effizienz. Basierend auf der Blockchain-Technologie von IBM bietet TradeLens eine Informationsplattform für Versanddaten, Dokumente, Zollanmeldungen und IoT-Daten (Internet of Things). Verlader, Reedereien, Spediteure, Hafen- und Terminalbetreiber sowie Binnenverkehrs- und Zollbehörden können mit TradeLens in Echtzeit auf diese Informationen zugreifen und damit »sicher, effizient und vertrauensvoll« zusammenarbeiten, wie es heißt. Sie sind außerdem in der Lage, IoT- und Sensordaten zu nutzen, etwa zur Temperaturkontrolle von verderblichen Gütern oder beim Containergewicht.

Lesen Sie hier weiter: pdfHansa_Blockchain.pdf ( pdf | 2 Seiten | 214 KB )